South Pole: Programm zur Reduzierung von Methan in Kläranlagen

 

Schlammbehandlung als Methan Hotspot   

Auf kommunalen ARA werden grosse Mengen an Methan in die Atmosphäre emittiert, insbesondere durch die anaerobe Schlammbehandlung (Faulung). Methan ist ein Treibhausgas mit einem Treibhauspotenzial 25-mal höher als jenes von CO2
 

Finanzielle Anreize für die ARA

Aus diesem Grund hat South Pole ein Förderprogramm entwickelt, dass Kläranlagenbetreiber finanziell unterstützt, welche in ihrem Betrieb methanreduzierende Massnahmen umsetzen. Je nach Verfahren kann das gefasste Methan energetisch genutzt werden. Dies bedeutet potenzielle, zusätzliche Einnahmen durch den Mehrverkauf von Gas oder Strom.    

Zur Reduktion von Methanemissionen werden Prozessstufen der anaeroben Schlammbehandlung mit einer gasdichten Abdeckung ausgerüstet. So werden die Abluftströme gefasst und das Methan gelangt nicht mehr in die Atmosphäre. Je nach örtlichen Gegebenheiten können folgende Massnahmen zur Behandlung der methanhaltigen Abluftströme angewendet werden:

 

-        Zerstörung in der Schlammverbrennung

-        Nutzung im BHKW

-        Zuführung in den Gasspeicher (z.B. durch den Anschluss des Schlammstapels an die   Faulanlage)

 

Zur Berichterstattung wird      zusätzlich zu der gasdichten Abdeckung ein Messgerät      für das Monitoring von Gasflüssen montiert. Zudem werden Informationen über den Klärschlamm-Umsatz erhoben. Diese Monitoringdaten werden jährlich bei den Anlagenbetreibern durch South Pole abgefragt, um die Berechnung der effektiven Emissionsreduktionen vorzunehmen.

 

140 CHF pro reduzierte Tonne CO2

Bei Teilnahme am Programm      erhalten ARA-Betreiber 140 CHF pro reduzierte Tonne CO2     e, bis die Investition in die Abdeckung zurückgezahlt wurde. Anschliessend erhalten ARA-Betreiber 10’000 CHF pro Jahr für den Betrieb und zusätzlich 25 CHF pro Tonne CO2e     .

 

Ablauf

South Pole bietet allen ARA eine kostenlose, unverbindliche Eignungsprüfung an. Bei Interesse startet der Anlagenbetreiber weitere Abklärungen mit dem Ingenieurbüro des Vertrauens. Nach Abschluss der Vorplanung und Eignungsprüfung entscheidet der Anlagenbetreiber über die Programmteilnahme.

 

Über South Pole

South Pole verfolgt die Vision, die Schweizer Kläranlagen als Vorreiter beim Klimaschutz zu etablieren. Dazu entwickelt South Pole     weitere Klimaschutzprogramme rund um ARA. Ein konkreter Ansatz ist die CO2-Aufbereitung, die bei der Klärgas-Einspeisung ins Gasnetz das abgespaltene CO2 nutzt. Dieses wird dann nicht mehr in die Atmosphäre emittiert, sondern verflüssigt und kann somit in anderen Industrien verwendet und - idealerweise - dauerhaft gespeichert werden. Weitere Projekte sind in der Entwicklung, um die Lachgasemissionen der Kläranlagen respektive des Klärschlamms zu vermindern. Dabei können Pyrolyseanlagen auf Kläranlagen eine neue Rolle spielen, um das Potenzial des Klärschlamms besser zu nutzen und weiter Treibhausgasemissionen einzusparen.    

Sie möchten jetzt für das Klima handeln und an dem ARA-Programm teilnehmen? Hier finden Sie den Link zum Anmeldeformular.

 

Kontakt: 

Clara Baumhauer, c.baumhauer@southpole.com,  +41 78 346 33 32

Hannes Etter, h.etter@southpole.com , +41 43 501 35 50

AnhangGröße
factsheet_de.pdf949.65 KB
21_06_A&G_Förderpogramm Methanreduktion Soutpole.pdf804.68 KB
2021_03 Methanschlupf.pdf1.59 MB